Open Space ist die zentrale Methode für unsere Value Investing Konferenz ValueWeekend. Die Open Space Methode ermöglicht uns selbstständiges, interessengeleitetes und flexibles Zusammenarbeiten. In dieser Open Space Zusammenfassung wollen wir dir die Methode vorstellen. Wir starten mit der Kurzvorstellung. Danach findest du eine englische und eine deutsche Playlist mit hilfreichen Vorstellungsvideo. Danach klären wir die wichtigsten Fragen in einem FAQ. Zum Schluss findest du einige weiterführende Links.

Open Space Methode: Kurzvorstellung
  • Zu Beginn der Veranstaltung entscheiden die Teilnehmenden selbst, woran gearbeitet wird.
  • Die Teilnehmenden selbst entwickeln ihre Tagesordnung und die Vorgehensweise im Rahmen des Gesamtthemas Value Investing. Es gibt keine vorgegebene, von anderen entwickelte Tagesordnung.
  • Moderiert, geleitet, entschieden, priorisiert und inhaltlich gefüllt wird von den Teilnehmenden selbst.
  • Bearbeitet wird nur das, was wirklich dran ist.
  • Gearbeitet wird in Arbeitsgruppen, deren Größe, Zusammensetzung, Arbeitsweise und Dauer die Teilnehmer*innen selbst bestimmen.
  • Arbeitsergebnisse und Verabredungen aus den Arbeitsgruppen werden laufend protokolliert.
  • Aus den Arbeitsergebnissen entsteht eine Dokumentation, die alle erhalten.
  • Um sich wirksam einzubringen und zu profitieren, ist die Anwesenheit über den ganzen Zeitraum erforderlich. Mit Überraschungen und Spaß an der Arbeit ist zu rechnen.

 

Vorstellungsvideos zur Open Space Methode
Deutschsprachige Playlist

Englischsprachige Playlist

FAQ zur Open Space Methode
Warum nutzen wir Open Space?

Wir haben im Austausch mit anderen Value Investoren immer wieder gelernt, wie wenig wir wissen und wie gut es ist von anderen zu lernen und sich im Austausch mit anderen zu reflektieren. Bei vielen Konferenzen haben wir tolle Vorträge gehört. Aber der Austausch untereinander kam uns meist etwas zu kurz. Open Space ist dagegen das „organisierte Pausengespräch“. Open Space legt viel Wert auf Austausch. Alle können ihr Wissen und Können dort einbringen, wo es am meisten wirkt. Als Value Investing Community ist uns das besonders wichtig. Alle sollen sich einbringen und mitgestalten können. Open Space bietet dazu einen guten Rahmen.

Was ist der Rahmen im Open Space?

Open Space hat diese vier Regeln, ein Gesetz und eine Ermahnung.

Die Regeln sind:

  1. Die da sind, sind genau die Richtigen. „Whoever comes is the right people.“
  2. Was auch immer geschieht, geschieht. „Whatever happens, happens“
  3. Es fängt an, wenn die Zeit reif ist. „Whenever it starts, it’s he right time.”
  4. Vorbei ist vorbei. Nicht vorbei ist nicht vorbei. „When it’s over, it’s over.“

Das Gesetz ist das Gesetz der Mobilität: „Ich ehre die Gruppe mit meiner Abwesenheit, wenn ich weder etwas lernen noch beitragen kann.“ Wird das Gesetz befolgt, kreiert es im Open Space Setting zwei Figuren: die Biene und den Schmetterling.

  • Bienen „summen“ zwischen den Anliegengruppen herum. Sie sind befruchtender Informationsbote zwischen den Gruppen.
  • Schmetterlinge stehen für die Ruhe und das Verweilen. Sie sind ein Zentrum der Inaktivität. Sie sind oft dort zu finden, wo nichts geplant ist (z.B. am Büffet). Durch die Inaktivität kann oft Neues und Unerwartetes entstehen.

Die Ermahnung ist: Augen auf! Mit Überraschungen ist zu rechnen. „Be prepared to be surprised!“

Welche Phasen gibt es im Open Space?

Es gibt drei Phasen:

  1. Einführung in die Open Space Methode
  2. Erstellung einer Anliegenwand und der Marktplatz
  3. Die Arbeit in den Anliegengruppen in den jeweiligen Anliegenphasen
Wie entsteht die gemeinsame Agenda für den Open Space?

Das Oberthema – in unserem Fall Value Investing – und ein vorgeschlagener Zeitrahmen bieten im Open Space die grobe Orientierung für die Agenda. Die anderen Elemente der Agenda werden von den Teilnehmenden bestimmt. Dafür gibt es zwei Schritte:

  1. In einem ersten Schritt werden dafür die Anliegen der Teilnehmer*innen zu einem Oberthema gesammelt. Jede*r hat dabei die Möglichkeit sein Anliegen kurz vor der Gruppe vorzustellen. In dieser Phase findet auch eine erste Festlegung für Zeit und Ort statt. Es entsteht ein Entwurf für eine gemeinsame Agenda.
  2. Im nächsten Schritt kommen alle Teilnehmenden auf dem „Marktplatz“ zusammen. Dort können alle durch eine Namenseintragung Ihr Interesse an den Anliegen bekunden. Außerdem kann zwischen den Einbringenden der Anliegen beispielsweise über Zeiten, Orte und Themenzuschnitte verhandelt werden.

Am Ende des Prozesses steht eine Agenda für den Tag. Da das ValueWeekend zweitägig ist, gibt es diesen Prozess sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Auch nach Abschluss dieses Prozess können noch weitere Anliegen eingebracht werden.

Wie kannst du dein Anliegen einbringen?

Dein Anliegen hat in der Anliegenphase des Open Space seinen Raum. Das ValueWeekend ist so geplant, dass du dein Anliegen vor Ort einbringen kannst. Dazu ist die Erstellung der Anliegenwand und der Marktplatz da. Somit wird die detaillierte Übersicht über die einzelnen Workshops gemeinsam in der Gruppe entstehen.

Es ist durchaus hilfreich, wenn du bereits im Vorfeld etwas erarbeitet hast. Es ist aber auch in Ordnung, wenn du ohne ausgearbeitetes Anliegen zum Weekend kommst und/oder dein Anliegen erst vor Ort entsteht. Spontane und vorher ausgearbeitete Ideen sind in diesem offenen Format gleichermaßen willkommen.

Was passiert in den Anliegenphasen?

Die Gruppen fangen auf Basis der Regeln, der Ermahnung und des Gesetzes der Mobilität an zu arbeiten. Die Teilnehmer*innen verteilen sich dafür auf die Anliegengruppen. Dort bearbeiten sie selbstständig die Anliegen. Einzige und wichtigste Vorgabe ist die Sicherung der Ergebnisse durch ein Protokoll. In unserem Fall werden die Protokolle digital (in OneNote) gesammelt.

Wie werden die Ergebnisse gesichert?

Jede Anliegengruppe hat die wichtige Pflicht ein kurzes und knackiges Ergebnisprotokoll zu erstellen. Es soll das das Anliegen, die Teilnehmer*innen, den Ort und die wichtigsten Punkte der Debatte festhalten.

Es ist sehr wichtig, dass diese Protokolle in allen Anliegengruppen erstellt werden. Beim ValueWeekend wollen wir die Protokolle wollen wir direkt digital in unserem internen Bereich (in OneNote) verfassen. Du hast die Protoklle dort live zur Verfügung und kannst nachlesen, was diskutiert wurde. Bei Interesse bist du eingeladen andere Teilnehmende zu ihrer Diskussion zu befragen. Gerne kannst du auch noch nach dem ValueWeekend Ergänzungen zu den Protokollen vornehmen. Falls du analog produktiver bist, stellen wir dir eine Reihe von Materialen zur Verfügung, die du oder wir dann später für alle digitalisieren.

Was passiert, wenn es eine Anliegengruppe gibt und nur der Einbringende ist da?

Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Warten.
  2. Sich selbst den Raum nehmen für das Thema und es selbst für sich strukturieren. Das kann sehr hilfreich sein.
  3. Das Gesetz der Mobilität nutzen und anderen Ort suchen, um produktiv zu sein.

 

Links zur Open Space Methode