Hier blicken wir auf das ValueWeekend 2018 zurück. Dafür durften wir den ValueWeekend 2018 Bericht von Covacoro freundlicherweise mit kleinen Änderungen rebloggen. Das Original findest du hier. Unter dem twitter #valuew18 kannst du auch weitere Eindrücke vom ValueWeekend 2018 finden.

ValueWeekend 2018 Bericht

Am vergangenen Wochenende nahm ich am ValueWeekend 2018 in Berlin teil. Dabei handelt es sich um eine Value Investing Konferenz, die bereits zum zweiten Mal stattfand.
Der Einladung der Organisatoren von valueDACH waren knapp 30 Interessierte gefolgt und sie erlebten ein spannendes, intensives Wochenende!

Auftakt am Freitag


Punkt 16 Uhr starteten wir in das ValueWeekend – mit einem Besuch bei Francotyp Postalia. Dieses Unternehmen kenne ich ja bereits und habe es hier im Blog vorgestellt. Tilman hat im im Vorfeld der Veranstaltung im valueDACH Blog übrigens gleich 3 Artikel dazu veröffentlicht. Somit waren alle gut präpariert und informiert, um Präsentation und Aussagen des neuen Vertriebsvorstandes Patricius de Gruyter kritisch zu hinterfragen. Es folgte eine lebhafte Diskussion mit dem Leiter Investor Relations, Dr. Joachim Fleϊng, und eine Führung hinter die Kulissen von Francotyp Postalia, um die Produkte und das technische Know How kennen zu lernen.

Viel Zeit verblieb allerdings nicht: schon kurz nach 18 Uhr machten wir uns auf den Weg zu Jochen Wermuth, Senior Fund Partner bei Wermuth Asset Management. Er verbindet in seinem Investmentstil Value Investing mit ökologischem und sozialem Impact-Investing. Es erwarteten uns nette Gastgeber, ein spannender Vortrag und trotz etwas Regen ein super Ausblick über die Dächer von Berlin. Den Vortrag kannst du mittlerweile auf YouTube finden – genauso wie weitere Videos und Interviews mit Jochen Wermuth:

Themen am Samstag und Sonntag

Ab Samstag startete der Open Space. Hier waren die Teilnehmer selbst gefragt, wie und welche Themen sie diskutieren und bearbeiten wollten. Die Agenda war schnell erstellt und abgestimmt. Der Konferenzort in Berlin-Mitte “Die Weiberwirtschaft” bot uns ideale Bedingungen um mehrere Sessions parallel abzuhalten.

Unsere jeweils 1-stündigen Workshops waren thematisch breit gestreut, da sowohl erfahrene als auch junge Value Investoren vor Ort waren. Jeder konnte sich die Rosinen herauspicken, die ihn am meisten interessierten und wo man etwas beitragen oder lernen konnte. Außerdem blieb genügend Zeit, um Kontakte zu knüpfen und die Teilnehmer kennenzulernen.

Einige Beispiele für methodische Themen:

  • Wie bewertet ihr Unternehmen?
  • Wie sichert ihr euer Portfolio ab?
  • Wann verkauft ihr eure Werte?
  • Was waren eure größten Fehler? Was habt ihr daraus gelernt?

Und natürlich wurde sich zu zahlreichen Unternehmen ausgetauscht. Dabei wurden sowohl Pro- als auch Contra-Argumente und Anknüpfungspunkte für die weitere Recherche diskutiert. Auch hierzu eine Auswahl:

  • Berkshire Hathaway
  • Booking.com
  • Clere
  • Defama
  • Francotyp Postalia
  • Leoni
  • Micro Focus Plc

Die Konferenz profitierte davon, dass wir einige Teilnehmer aus dem professionellen Bereich dabei hatten (Vermögensverwaltung bzw. -management). Auch profitierte sie davon, dass an konkreten Beispielen die Methoden des Value Investings angewendet wurden. Diese Diskussionen waren sehr intensiv. Nach dem langen ersten Tag, waren alle recht geschafft, als es endlich zum gemeinsamen Abendessen ins Restaurant “Der Hahn ist tot” ging.

Das ist übrigens keine Anspielung auf Value Investing oder Stock Picking in Zeiten von hohen Aktienmarktbewertungen. Value Investing ist nicht tot. Es wandelt sich und berücksichtigt immer mehr qualitative und ethische Kriterien, nicht nur die reinen Fundamentalkennzahlen. 

Ein großes Dankeschön!

Was Tilman Versch, Jasper Quast, Hendrik Michels und Johannes Nöbel als Organisations-Team mit dem ValueWeekend auf die Beine gestellt haben, war wirklich Klasse und so dürften die Feedbacks aller Teilnehmer sehr positiv sein. Ich hoffe, mein Artikel konnte auch meinen Lesern einen Einblick geben, wie die Veranstaltung abgelaufen ist. Denn es steht bereits fest: im Herbst 2019 gibt es eine Neuauflage und zwar in München.